REFERENZEN

Technische Exzellenz in der Praxis

Theorie ist wichtig, aber auf der Baustelle zählt die fehlerfreie Umsetzung. Entdecken Sie, wie wir komplexe architektonische Vorgaben, enge Zeitpläne und höchste Qualitätsansprüche in die Realität umsetzen. Von der dezenten Corporate-Gala bis zur massiven Festival-Bühne: Hier zeigen wir Ihnen unsere Arbeitsweise, unsere Lösungsansätze und die technische Infrastruktur hinter erfolgreichen Produktionen.

Eventtechnik auf hoher See

Technische und personelle Betreuung von Kreuzfahrtschiffen

Kunde

Seven Seas Productions

Location

MS Deutschland / MS Amera / MS Hamburg / MS Anesha / MS Annika / MS Anna Katharina

Leistungen

Langjährige personelle Begleitung, technische Gesamtausstattung, Automatisierung von Show-Abläufen

Die Herausforderungen: Ein Schiff als autarkes System

Ein Kreuzfahrtschiff ist eine sich stetig bewegende und isolierte Infrastruktur, die Technik und Personal vor extreme physische, logistische und regulatorische Hürden stellt:

  • Instabiles Stromnetz und Frequenzwechsel: Die bordeigene Stromversorgung ist starken Schwankungen unterworfen. Zudem erfordert das fast tägliche Einlaufen in neue Häfen und Länder den ständigen Umgang mit neuen Frequenzen und lokalen technischen Standards.

  • Militärische Funkblockaden: In vielen internationalen Gewässern und Hafenregionen kommt es zu militärischen Funkblockaden, die drahtlose Signalübertragungen massiv stören.

  • Extreme Umwelteinflüsse und physische Belastungen: Agressive Seeluft und salziges Meerwasser greifen ungeschützte Technik extrem schnell an. Zudem ist das Schiff ständigen, teils heftigen Schwankungen ausgesetzt.

  • Stahlkörper als Signal-Barriere: Der massive Stahlkörper der Schiffe wirkt wie ein faradayscher Käfig und erschwert Netzwerk- und Funkverbindungen zwischen den verschiedenen Decks erheblich.

  • Erschwerte Logistik und Isolation: Sobald ein Schiff den Hafen verlässt, ist es auf sich allein gestellt. Fehlende Ersatzteile oder Techniker können nicht einfach nachgeliefert werden.

  • Strenge internationale Regularien: Die Zusammenarbeit mit internationalen Ämtern, Hafenbehörden und der multikulturellen Schiffscrew erfordert höchste Professionalität und spezielle Zertifizierungen.

Unsere Lösungen und Umsetzung

Um diese massiven Einschränkungen zu überwinden, haben wir ein robustes technisches und logistisches Konzept entwickelt, das speziell auf die maritime Umgebung zugeschnitten ist.

Netzstabilität und Signalintegrität

Wir haben das empfindliche bordeigene Stromnetz durch leistungsstarke Puffer- und Filtersysteme stabilisiert, um Ausfälle und Schäden an der empfindlichen Showtechnik zu verhindern. Um den Frequenz-Herausforderungen und Funkblockaden zu begegnen, setzten wir auf adaptive Funksysteme sowie kabelgebundene Redundanzen, die den massiven Stahlkörper der Schiffe intelligent umgehen.

Spezial-Hardware für maritime Bedingungen

Um dem Verschleiß durch die aggressive Seeluft und das Meerwasser entgegenzuwirken, kamen ausschließlich speziell beschichtete Fixtures (IP-zertifiziert und salzwasserresistent) zum Einsatz. Die gesamte Technik wurde durch Sonderkonstruktionen so befestigt und gesichert, dass sie selbst heftigstem Seegang und den ständigen Vibrationen der Schiffsmotoren standhält.

Vollautomatisierung der Shows

Um den personellen Aufwand zu optimieren und die Ausfallsicherheit zu maximieren, haben wir das gesamte Show-Setup komplett automatisiert. Über eine zentrale Kontrolleinheit wurden Licht, Ton und Bühnentechnik präzise programmiert, sodass komplexe Abläufe auf Knopfdruck synchron und zuverlässig gesteuert werden konnten.

Zertifiziertes Personal & globale Logistik

Unsere Techniker sind nicht nur fachlich Experten, sondern wurden speziell für den Einsatz auf See geschult. Ein Teil des Teams absolvierte das obligatorische Basic Safety Training nach § 44 der Seeleute-Befähigungsverordnung, um in Notfällen als vollwertiger Teil der Crew agieren zu können. Durch vorausschauende Planung, großzügige Redundanzen im Equipment und eine enge Abstimmung mit internationalen Behörden und Hafenmeistern haben wir sichergestellt, dass die isolierte Lage auf dem Ozean zu keinem Zeitpunkt den Showbetrieb gefährdet.

Die reibungslose Bespielung von Schiffen wie der MS Deutschland oder der MS Amera beweist, dass mit der richtigen Vorbereitung, spezialisiertem Equipment und hervorragend ausgebildetem Personal selbst auf den Weltmeeren Event-Produktionen auf höchstem Niveau möglich sind.

Eventtechnik im Weltkulturerbe

Licht- und Tonkonzepte für den Kölner Dom

Kunde

Domradio | Domkapitel | Dommusik

Location

Kölner Dom

Leistungen

Mehrjährige licht- und tontechnische Betreuung, temporäre Infrastruktur für Live-Broadcasts und Konzerte, Videotechnik

Die Herausforderungen: Monumentale Dimensionen und Denkmalschutz

Die Architektur des Doms bringt physikalische und logistische Hürden mit sich, die Standardlösungen unmöglich machen:

  • Fehlende Stromversorgung: Im gesamten Hauptschiff des Doms existieren keinerlei Steckdosen, was die Energieversorgung von umfangreicher Broadcast- und Eventtechnik zu einer massiven Hürde macht.

  • Gewaltige Infrastruktur: Weitläufige Flächen, enorme Distanzen zwischen den Szenenflächen und extrem hohe Abstände zu den zu beleuchtenden Objekten.

  • Akustische Ausnahmesituation: Die sakrale Architektur sorgt für extrem lange Nachhallzeiten, die Sprachverständlichkeit und musikalische Klarheit massiv erschweren.

  • Strenger Denkmalschutz: Der historische Sandstein ist hochgradig empfindlich. Jede Installation musste so geplant werden, dass keine Schäden am Gebäude entstehen.

  • Aufbau im Publikumsbetrieb: Die Installationen durften das Erlebnis und vor allem die Sicherheit der täglichen Besuchermassen weder vor noch nach den Events beeinträchtigen.

  • Komplexe Logistik: Eine Anfahrt ist nur über die Fußgängerzone und die Domplatte möglich. Zudem zogen sich die Projekte oft über lange Zeiträume mit vielen Einzelterminen.

Unsere Lösungen und Umsetzung

Um die Historie des Doms zu respektieren und gleichzeitig modernste Broadcast- und Konzertstandards zu erfüllen, setzten wir auf maßgeschneiderte, „minimalinvasive“ Technikkonzepte.

Eigene Strominfrastruktur und Spezial-Verkabelung

Da das Hauptschiff über keine eigenen Stromanschlüsse verfügt, mussten wir für die Produktionen eine komplette, temporäre Strominfrastruktur aus den Kellerräumen des Doms errichten und absichern. Von dort aus verlegten wir mehrere Hundert Meter Kabel durch das Kirchenschiff. Um den weichen Sandstein zu schützen, wurden die Kabeltrassen in Präzisionsarbeit ausschließlich über die schmalen Marmorbänder des Bodens geführt. Sämtliche Technik, inklusive speziell angefertigter, extrem schmaler Liftkonstruktionen, wurde optisch verkleidet und so kompakt wie möglich gebaut, um sich unauffällig in das Gesamtbild einzufügen und Fluchtwege freizuhalten.

Präzisionslicht für sakrale Atmosphären

An bestimmten Feiertagen (wie Karfreitag) sah das Konzept vor, den Dom so dunkel wie möglich zu halten. Hierfür nutzten wir Profilscheinwerfer („Profiler“), mit denen wir die Redner- und Kamerapositionen auf den Zentimeter genau ausschnitten. Diese wurden nur bei absolutem Bedarf zugeschaltet, um die andächtige Stimmung nicht zu brechen. Für musikalische Highlights inszenierten wir zudem den oberen Teil des Doms und leuchteten einen Teil der Orgel für ein eindrucksvolles Solistenstück aus.

Dezentrale Beschallung gegen den Hall

Um die extremen Nachhallzeiten des Doms in den Griff zu bekommen, verzichteten wir auf große, unästhetische Lautsprechertürme. Stattdessen installierten wir ein optisch sehr schlankes Säulensystem (L-Acoustics SYVA) und verteilten den Sound über zahlreiche kleine Delay- und Outfill-Lautsprecher. Diese vielen kleinen Schallquellen ermöglichten eine direkte Beschallung der Zuhörer bei minimaler Raumanregung – was in einer brillanten Sprach- und Musikverständlichkeit resultierte.

Videotechnik und SDI-Infrastruktur

Für einige Konzertformate mussten Songtexte für das Publikum und die Chöre sichtbar gemacht werden. Dafür installierten wir mehrere Screens dezent an den gewaltigen Säulen des Doms. Die Signalübertragung über diese gewaltigen Distanzen stellten wir durch den Aufbau einer umfassenden und ausfallsicheren SDI-Infrastruktur sicher.

Unsichtbare Logistik und flexible Personalplanung

Um den normalen Ablauf im Dom nicht zu stören, verlegten wir unsere Auf- und Abbauphasen oft in die späten Abend- und Nachtstunden nach den offiziellen Besucherzeiten. Da die Technik bei Feiertags-Produktionen (z.B. vom 4. Advent bis zum 6. Januar oder über die Osterfeiertage) oft wochenlang im Dom verblieb, etablierten wir ein hochflexibles Personalkonzept: Unsere Techniker besetzten die vielen Einzeltermine in flexiblen Slots, sodass jederzeit die technische Betreuung auf Broadcast-Niveau garantiert war.

 

40 Jahre ONI Wärmetrafo

Full-Service Eventproduktion in der Vossbruchhalle

Kunde

ONI Wärmetrafo

Location

Vossbruchhalle, Lindlar

Leistungen

Full-Service (Rigging, Licht, Ton, Video, Bühnen- und Setbau)

Die Herausforderungen: Strenge Limits und fehlende Infrastruktur

Ein aufwendiges Event-Setup in einer klassischen Sporthalle birgt oft strukturelle Probleme. Bei diesem Projekt trafen zwei Extreme aufeinander:

  • Keine Hängepunkte: Die Deckenkonstruktion der Halle ließ keinerlei Rigging (das Aufhängen von Technik an der Decke) zu, wodurch der Bau eines freistehenden Ground Supports zwingend erforderlich war.

  • Empfindlicher Boden mit extremem Gewichts-Limit: Unter dem Schwungboden der Halle befand sich eine komplexe und sehr kostspielige Fußbodenheizung. Dies beschränkte die maximal zulässige Bodenlast auf ein absolutes Minimum von nur 150 kg/m². Ein massives Problem für tonnenschwere Eventtechnik.

Unsere Lösungen und Umsetzung

Um ein Setting auf Premium-Niveau zu erschaffen und gleichzeitig die strikten Restriktionen der Halle einzuhalten, kombinierten wir clevere Statik mit innovativen technischen Workarounds.

Spezial-Statik für den Ground Support

Trotz des harten Gewichts-Limits mussten wir einen Ground Support mit einem Gesamtgewicht von 1.342 kg errichten. Um dieses massive Gewicht sicher auf dem empfindlichen Schwungboden zu platzieren, ohne die Fußbodenheizung zu gefährden, entwickelten wir eine spezielle Lastenverteilung. Nach genauen Kalkulationen vergrößerten wir die Standfläche (Footprint) der Konstruktion erheblich und stempelten das System auf zahlreichen Punkten ab. So wurde das Gewicht so weitläufig verteilt, dass die Vorgabe von max. 150 kg/m² an jedem einzelnen Punkt streng eingehalten wurde.

Gewichtseinsparung durch externe Videoprojektion

Das Konzept sah drei große Bildschirme für Präsentationen und Kamerafahrten vor. Da drei Screens samt Projektoren den Ground Support statisch überlastet hätten, wählten wir einen anderen Weg: Wir wählten eine gewichtsparende Leinwandlösung. Dazu installierten wir lediglich den mittleren Projektor direkt in der Konstruktion. Die beiden äußeren Leinwände bespielten wir von einer Empore auf der gegenüberliegenden Hallenseite aus, indem wir leistungsstarke Projektoren mit speziellen Teleobjektiven einsetzten. Dies sparte massiv Gewicht im Bühnenbereich ein.

Bodenbasiertes Lichtdesign für die CI

Um die Traglast des Ground Supports weiter zu schonen, wurde auch das Lichtkonzept angepasst. Statt schweres Equipment ins Rigg zu hängen, realisierten wir das Corporate Design (CI) komplett über eine Vielzahl flächendeckender LED-Spots, die auf dem Boden platziert wurden. So tauchten wir die Halle ressourcenschonend und eindrucksvoll in die Farben des Kunden.

Maßgeschneiderte Raumtrennung

Ein Sonderwunsch des Kunden war es, die eigentliche Eventfläche optisch von den beiden Buffetstellen an den Seiten der Halle abzutrennen. Diesen Wunsch setzten wir mit großen Flächen aus weißem, blickdichtem Molton um. Die Trennung fügte sich als eleganter Rahmen nahtlos in das CI-Konzept ein und schuf eine geschlossene, exklusive Atmosphäre.

Corporate Standard im Bühnenbau

Um der Jubiläumsfeier einen absoluten Premium-Look zu verleihen, wurde die Bühne komplett nach unserem gewohnten „Corporate Standard“ gebaut: Ein 100% CI-konformes Design, hochwertig verlegte Teppichfliesen auf der gesamten Bühnenfläche und eine minimal sichtbare Technik sorgten für ein extrem sauberes, aufgeräumtes und fernsehtaugliches Erscheinungsbild.

Tontechnische Betreuung und Touring

Prävention und Sounddesign für die Band Pascow

Kunde

Pascow

Location

DACH-Raum

Leistungen

Tontechnische Betreuung im Touringbetrieb, Bereitstellung von Audiotechnik, Entwicklung eines akustischen Gesunderhaltungskonzepts

Die Herausforderungen: Ein drastischer Zwischenfall auf Tour

Das energiegeladene Umfeld von Punkrock-Shows bringt naturgemäß extreme Lautstärken auf der Bühne mit sich. Wie gefährlich diese Dauerbelastung sein kann, zeigte ein einschneidender Vorfall bei einer Show in Österreich: Durch die Nutzung eines defekten In-Ear-Systems erlitt der Frontmann einen Hörsturz. Die Konsequenz war gravierend – die laufende Tour musste sofort abgebrochen werden.

Um die Gesundheit der Musiker für die Zukunft abzusichern und die Fortsetzung der Live-Karriere ohne Risiko zu ermöglichen, musste das komplette Monitoring-Setup radikal überdacht werden.

Unsere Lösungen und Umsetzung

Als Reaktion auf den Vorfall in Österreich entwickelten wir in enger Abstimmung mit der Band ein ganzheitliches „Gesunderhaltungskonzept“. Das absolute Primärziel: Die dauerhafte und sichere Reduzierung der Schalldruckpegel (Lautstärke) auf den Ohren der Künstler, ohne dabei an Dynamik und Spielgefühl einzubüßen.

Maßgefertigte In-Ear-Hörer und aufgeräumter Mix

Im ersten Schritt statteten wir die Musiker mit hochwertigen, individuell maßgefertigten In-Ear-Hörern (Custom In-Ears) aus. Diese bieten eine optimale mechanische Isolation gegen den Umgebungslärm der lauten Bühne. Parallel dazu arbeitete unser Monitortechniker intensiv am In-Ear-Mix. Durch eine strikte Frequenztrennung und das „Aufräumen“ der einzelnen Signale im Mix konnte eine viel höhere Transparenz geschaffen werden. Die Musiker hörten sich selbst und die Band deutlich besser, wodurch die Master-Lautstärke auf den Taschenempfängern massiv gesenkt werden konnte.

Immersives 3D-Monitoring von KLANG:technologies

Um den Gehörschutz und die Audioqualität auf das nächste Level zu heben, haben wir jüngst mit der Implementierung eines immersiven In-Ear-Systems von KLANG:technologies begonnen.

Dieses System platziert die Instrumente nicht nur wie herkömmlich auf einer Stereo-Achse (links/rechts), sondern erschafft einen dreidimensionalen Raum im Kopfhörer (vorne/hinten, oben/unten). Weil das menschliche Gehirn Signale in einer natürlichen, räumlichen Anordnung viel leichter verarbeiten kann, wird die sogenannte „Höranstrengung“ drastisch minimiert. Das Resultat: Durch das immersive Setup streben wir eine weitere, enorme Lautstärkereduzierung von 6 bis 9 dB an, während der Sound für die Band gleichzeitig offener, natürlicher und druckvoller wirkt.

Durch diese proaktive Herangehensweise und den ständigen technischen Support auf Tour stellen wir sicher, dass Pascow auch in den kommenden Jahren gesund, sicher und mit einem kompromisslos guten Sound auf internationalen Bühnen stehen kann.

Zentraler Hub auf der DMEXCO

Technische Gesamtleitung und Schnittstellenkommunikation

Kunde

Gorilla Ventures

Location

Kölnmesse

Leistungen

Technische Leitung, Schnittstellenkommunikation, Bühnenbau, Audio/Licht/Video, Live-Schnitt, Content-Management, Postproduktion

Die Herausforderungen: Ein komplexes Messe-Ökosystem

Ein derartiges Messeprojekt erfordert weit mehr als nur das Aufstellen von Technik. Die Herausforderungen lagen vor allem in der intensiven Kommunikation, den akustischen Bedingungen der Messehalle und extremen organisatorischen Wechseln:

  • Der Dienstleister als zentraler Hub: Die Bühne wurde im Slot-Verfahren an viele verschiedene Unterkunden vermietet, die jeweils eigene Formate (Keynotes, Fireside Chats, Panels) und technische Ansprüche mitbrachten.

  • Kompletter Kundenwechsel über Nacht: Am zweiten Messetag wechselte der Hauptkunde komplett. Die People Branding Company übernahm den Stand und führte das Format unter eigener Flagge weiter.

  • Strenge Messe-Auflagen: Die Abstimmung mit der Koelnmesse bezüglich der Decken-Hängepunkte (Rigging) und die strenge Frequenzvergabe durch die Netzwerktechniker der Messe mussten nahtlos in unsere Planung integriert werden.

  • Der akustische Spagat: Es galt, zwei Bühnen parallel zu betreiben. Die Hauptbühne musste sich gegen den massiven Lärmpegel der Messehalle durchsetzen, ohne benachbarte Stände zu beschallen. Die zweite Bühne durfte das Geschehen auf der Hauptbühne in keiner Weise stören.

Unsere Lösungen und Umsetzung

Um dieses komplexe Geflecht aus Zuständigkeiten, Wünschen und technischen Restriktionen zu entwirren, haben wir das komplette Projektmanagement und die technische Kommunikation zentralisiert.

Zentrale Schnittstellenkommunikation

Wir übernahmen federführend die Kommunikation mit dem Hauptkunden, allen Unterkunden sowie den Gewerken der Koelnmesse. Von der Beantragung der Frequenzen für die Drahtlossysteme über die Statik-Freigaben für das Messedach bis hin zur individuellen Betreuung jedes einzelnen Speakers: Wir sorgten als zentrale Schnittstelle dafür, dass jede Firma ihr Programm exakt nach den eigenen Vorstellungen durchführen konnte und alle Prozesse reibungslos ineinandergriffen.

Zwei Bühnen, zwei Akustik-Konzepte

Um beide Bühnen parallel und störungsfrei zu betreiben, setzten wir auf zwei völlig unterschiedliche technische Ansätze:

  • Collective Stage (Messe-Setup): Hier installierten wir ein klassisches, massives Messe-Rigg mit umfangreicher Lichttechnik. Die Beschallung lösten wir über eine präzise eingemessene, stark gerichtete PA-Anlage. Diese lieferte genug Druck, um den Messelärm für das Publikum auszublenden, schnitt den Ton aber an den Standgrenzen hart ab, um die Nachbarn nicht zu stören.

  • Speakers Corner (Silent System): Die zweite Bühne statteten wir komplett mit einem kabellosen Silent-Kopfhörer-System aus. Dies garantierte jedem Zuhörer bei den Panels eine perfekte Sprachverständlichkeit, während der akustische Impact auf die umliegende Messefläche bei null lag.

Full-Service Content und Broadcast

Unser Leistungsspektrum ging weit über die klassische Veranstaltungstechnik hinaus. Wir übernahmen große Teile der Content-Erstellung für die LED-Wände und stellten das gesamte Keynote-Management. Während der Shows verantworteten wir den Live-Edit, den Kameraschnitt und das Livestreaming. Im Nachgang des Events lieferten wir zudem für jeden einzelnen Unterkunden eine professionelle Postproduktion der jeweiligen Panels aus.

Entertainment und After-Show

Neben dem dichten Business-Programm wandelte sich der Stand in den Abendstunden zur Eventlocation. Wir betreuten diverse Standpartys technisch, inklusive DJ-Sets und Live-Auftritten von namhaften Deutschrappern, und passten das Licht- und Ton-Setup dynamisch vom Konferenz- in den Konzert-Modus an.

Sicherheit geht vor

Unwetter-Evakuierung und Notfallmanagement bei der „Schlagerparty im Park“

Kunde

Tonmeisterei

Location

Kurpark Nümbrecht

Leistungen

Full-Service Veranstaltungstechnik, Technische Gesamtleitung, Sicherheits- & Notfallkonzept, Redundanzsysteme (USV), Bühnenbau, Audio/Licht

Die Herausforderungen: Ein unberechenbares Open-Air-Szenario

Bei Großveranstaltungen unter freiem Himmel erfordert eine unsichere Wetterprognose weit mehr als nur den Blick in den Himmel. Die Herausforderungen lagen in der exponierten Lage des Geländes, der technischen Ausfallsicherheit und der Verantwortung für Tausende Besucher:

  • Kritische Risikobereiche: Das sehr offene Veranstaltungsgelände bot bei einem Wetterumschwung kaum natürlichen Schutz. Zudem stellten die große Open-Air-Bühne sowie der dreistöckige FOH-Tower bei Sturm und Gewitter sensible Punkte dar.

  • Drohender Infrastruktur-Ausfall: Im Falle eines schweren Unwetters musste jederzeit mit einem kompletten Stromausfall sowie einer Überlastung der öffentlichen Mobilfunknetze gerechnet werden – genau dann, wenn Kommunikation überlebenswichtig ist.

  • Rasante Wetter-Eskalation im Showbetrieb: Das Unwetter zog letztlich deutlich schneller und heftiger auf als prognostiziert, begleitet von frühen Blitzeinschlägen in unmittelbarer Geländenähe – mitten während des Auftritts des Haupt-Acts DJ Ötzi.

  • Hohes wirtschaftliches Risiko: Ein Veranstaltungsabbruch während der Performance des Headliners ist für alle Beteiligten mit enormen finanziellen Konsequenzen verbunden und erfordert unter extremem Zeitdruck eine klare, rechtssichere Entscheidung.

Unsere Lösungen und Umsetzung

Um für den Ernstfall lückenlos gewappnet zu sein, haben wir bereits im Vorfeld gemeinsam mit dem Veranstalter, der Unwetterzentrale und den Rettungskräften ein mehrstufiges Sicherheits- und Evakuierungskonzept aufgesetzt.

Vernetzte Einsatzzentrale & eng getaktete Kommunikation

Für die Einsatzzentrale richteten wir eine separate, unterbrechungsfreie Internetverbindung ein. So konnte das Wetterradar völlig unabhängig vom öffentlichen Netz in Echtzeit überwacht und der direkte Draht zum Deutschen Wetterdienst (DWD) dauerhaft aufrechterhalten werden. Mit dem näherkommenden Unwetter wurden die Intervalle der Sicherheitsabsprachen zwischen allen Gewerken systematisch verkürzt – von anfangs stündlichen Updates bis hin zu einem engen 15-Minuten-Takt in der kritischen Phase.

Autarke Notfall-Technik für Ton und Licht

Damit eine Entfluchtung der Menschenmassen auch bei einem Totalausfall der Hauptstromversorgung jederzeit kontrolliert ablaufen kann, setzten wir auf zwei vollständig autarke Sicherheitssysteme:

  • USV-gepufferte Notfall-Beschallung: Vollkommen separat vom Main-PA-System der Bühne installierten wir dedizierte Lautsprecher für Durchsagen. Über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) abgesichert, garantierte dieses System, dass Evakuierungsanweisungen auf dem gesamten Platz auch ohne Netzstrom klar verständlich bleiben.

  • Akkugepufferte Notausgangsbeleuchtung: Um den Besuchern auch bei plötzlichem Stromausfall, Starkregen und schlechten Sichtverhältnissen eine sichere Orientierung zu bieten, statteten wir sämtliche Fluchtwege und Notausgänge mit akkugepufferter Notbeleuchtung aus.

Konsequente Führung im entscheidenden Moment

Als sich die Wetterlage während der laufenden Show von DJ Ötzi dramatisch zuspitzte und erste Blitze in Geländenähe einschlugen, zählte jede Sekunde. Noch bevor eine offizielle Anordnung durch den DWD, die Polizei, die Feuerwehr oder den Veranstalter vorlag, übernahm der von uns eingesetzte Meister für Veranstaltungstechnik die volle Verantwortung: Er entschied im laufenden Betrieb, die Veranstaltung sofort zu beenden und die Entfluchtung des Geländes einzuleiten.

Reibungslose Entfluchtung & gestärkte Partnerschaft

Durch das entschlossene Handeln und die vorbereitete Notfall-Infrastruktur konnte das gesamte Gelände inklusive der Risikobereiche rund um Bühne und FOH-Tower ruhig, geordnet und ohne einen einzigen Verletzten geräumt werden, bevor das Unwetter mit voller Wucht eintraf. Trotz des hohen finanziellen Aufwands, den ein solcher Abbruch mit sich bringt, hat die Kundenbeziehung zur Tonmeisterei unter diesem Vorfall nicht gelitten – im Gegenteil: Das Vertrauen, sich im Ernstfall zu 100 Prozent auf unsere technische Vorbereitung und Entscheidungskompetenz verlassen zu können, hat die Partnerschaft nachhaltig gestärkt.

„Super Bowl“-Feeling in der Werner-Aßmann-Halle

Mobile High-End-Beschallung im Minutentakt für den ThSV Eisenach

Kunde

ThSV Eisenach

Location

Werner-Aßmann-Halle, Eisenach

Leistungen

Beschallungskonzept, Mobile PA-Speziallösung, Systemtechnik, Live-Mixing (Band), Broadcast-Feed (Ü-Wagen), Schnellwechsel-Logistik

Die Herausforderungen: Konzert-Sound im engen Korsett des Profisports

Eine Live-Band-Produktion mitten auf dem Spielfeld eines Pokalspiels mit Live-TV-Übertragung unterliegt einem kompromisslosen Zeitplan. Die Herausforderungen lagen vor allem in der Logistik, der Raumakustik und den räumlichen Gegebenheiten der Halle:

  • Extrem kurzes Zeitfenster für Auf- und Abbau: Zwischen dem Aufwärmprogramm der Mannschaften und dem offiziellen Einlaufprotokoll blieben nur wenige Minuten. Das gesamte System musste in Rekordzeit auf das Spielfeld gerollt, verkabelt, bespielt und vor dem Anpfiff wieder restlos zurückgebaut werden.

  • Konzertpegel für die gesamten Ränge: Die PA musste vom Spielfeld aus die vollbesetzten Tribünen der Werner-Aßmann-Halle gleichmäßig, sprachverständlich und mit dem nötigen Druck für eine Live-Rockband abdecken.

  • Mischen hinter der PA: Da die Zuschauerränge der Halle restlos besetzt waren, gab es keinen Platz für eine klassische FOH-Position im Hörbereich. Das gesamte Audiomixing musste unter erschwerten akustischen Bedingungen hinter den PA-Systemen stattfinden.

  • Einbindung in die TV-Live-Übertragung: Neben dem kraftvollen Live-Sound in der Halle musste die Band gleichzeitig so abgemischt werden, dass eine saubere Summe direkt an den Übertragungswagen (Ü-Wagen) für den TV-Livestream übergeben werden konnte.

Unsere Lösungen und Umsetzung

Um maximale Audio-Performance mit einer Auf- und Abbauzeit im Minutenbereich zu vereinen, setzten wir auf ein konsequent vorbereitetes „Plug-and-Play“-Konzept auf Basis von L-Acoustics Komponenten.

Sechs mobile PA-Tower im „Super Bowl“-Stil

Für die Beschallung der Ränge konstruierten und bestückten wir sechs rollbare PA-Tower. Jeder dieser Dollies wurde mit jeweils drei L-Acoustics K3 Line-Array-Elementen sowie einem L-Acoustics KS28 Subwoofer ausgestattet. Um auf dem Spielfeld keine Sekunde zu verlieren, wurden sämtliche Dollies im Vorfeld komplett fertig gepreppt, gewinkelt und intern verkabelt, sodass sie im Einsatzmoment nur noch auf ihre exakten Positionen auf dem Hallenboden gerollt werden mussten.

Vorverlegte DO-Sub-Infrastruktur und LA-RAK II

Der Schlüssel für die enorme Geschwindigkeit beim Aufbau lag in der vorbereiteten Signal- und Stromverteilung:

  • Verdeckte Kabelführung: Sämtliche Zuleitungen wurden bereits vor Veranstaltungsbeginn unsichtbar und geschützt hinter den Spielfeldbanden auf Position gelegt.

  • Schnellverschluss über DO-Sub: Um die sechs PA-Wagen aus zwei zentralen L-Acoustics LA-RAK II Verstärker-Racks zu versorgen, schufen wir eine durchdachte DO-Sub-Infrastruktur. Beim Einfahren der Dollies mussten vor Ort lediglich die multipolaren Systemstecker hinter der Bande verriegelt werden – das System war sofort spielbereit.

Präzises Live-Mixing unter Sonderbedingungen & Broadcast-Summe

Da die Ränge vollbesetzt waren und das Mixing zwingend hinter der PA stattfinden musste, griffen wir auf eine präzise Systemvorbereitung und ein exakt abgestimmtes Monitoring zurück. So gelang es, der Live-Band auf dem Spielfeld und den Fans auf den Tribünen einen druckvollen, ausgewogenen Sound zu liefern. Parallel dazu stellten wir dem Ü-Wagen eine dedizierte, fernsehgerechte Stereosumme zur Verfügung, sodass die Premiere der neuen Vereinshymne auch an den Bildschirmen optimal übertragen wurde.

Reibungsloser Ablauf im Minutenbereich

Durch die Kombination aus komplett vorbereiteten PA-Dollies und der hinter den Banden liegenden DO-Sub-Infrastruktur ging das Konzept zu 100 Prozent auf: Innerhalb weniger Minuten stand eine vollwertige Großbeschallung auf dem Spielfeld, lieferte eine mitreißende Live-Premiere der neuen ThSV-Hymne und war unmittelbar nach dem letzten Ton ebenso schnell wieder abgebaut – pünktlich für den Anwurf des DHB-Pokal-Achtelfinales.

Häufige Fragen (FAQ)

Nein. Ein großer Teil unserer Arbeit findet als „White-Label“-Dienstleister im Hintergrund für renommierte Event- und Werbeagenturen statt. Wir respektieren strenge Verschwiegenheitsvereinbarungen (NDAs). Die hier gezeigten Projekte sind ausdrücklich durch unsere Partner freigegeben und stellen nur einen Auszug unserer täglichen Arbeit dar.

Ja, absolut. Wenn Sie ein spezielles Format planen (z. B. einen reinen Messestand oder ein komplexes Hybrid-Streaming-Event) und hier nicht sofort das passende Beispiel finden, sprechen Sie uns an. Wir präsentieren Ihnen im persönlichen Beratungsgespräch gerne passende Case Studies aus unserem Archiv.

Bei den hier als „Full-Service“ markierten Projekten haben wir die komplette technische Produktion verantwortet – von der ersten CAD-Zeichnung über die Logistik bis hin zur Live-Bedienung der Pulte (Show-Operation) durch unsere Meister und Systemtechniker.

Auch wenn viele unserer Referenzen großformatig sind: Wir skalieren unsere Systeme. Dank unseres breiten, hauseigenen Materialpools betreuen wir neben Großprojekten auch exklusive B2B-Dinner, anspruchsvolle Hochzeiten oder kleine, hochkarätige Konferenzen mit demselben Premium-Standard.

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Für professionelle Planer und Agenturen arrangieren wir nach Absprache gerne einen Baustellenbesuch oder eine kurze Führung während unserer Rüstzeiten bei öffentlichen Produktionen. So können Sie sich selbst von der Sauberkeit unseres Materials, dem Casedesign und den strukturierten Abläufen unserer Crew überzeugen.

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